Grundlagen & Vergleiche · 8 Min. Lesezeit
Warum finde ich meine Website nicht bei Google?
Von Patrick Sauna · veröffentlicht am · aktualisiert am
Die Seite ist fertig, sie ist online, sie sieht gut aus. Du tippst deine Leistung und deinen Ort bei Google ein und findest alles Mögliche, nur dich selbst nicht.
Das ist einer der häufigsten Anrufe, die wir bekommen, und in den meisten Fällen steckt kein großes Rätsel dahinter, sondern einer von wenigen konkreten Gründen. Dieser Ratgeber geht sie der Reihe nach durch, jeweils mit einer Prüfung, die du selbst machen kannst.
Zuerst die eine Prüfung, die alles andere entscheidet
Bevor du irgendetwas anderes tust, klär, ob Google deine Seite überhaupt kennt. Tippe dazu in die Suche site:deine-adresse.de, also das Wort site, einen Doppelpunkt, dann deine Adresse, ohne Leerzeichen dazwischen.
Erscheinen Ergebnisse, kennt Google deine Seite. Dein Problem ist dann nicht die Aufnahme, sondern die Platzierung, und du springst direkt zu den Gründen fünf bis neun. Erscheint nichts, hat Google deine Seite nicht im Verzeichnis, und es liegt an einem der Gründe eins bis vier. Das sind die technischen.
Diese eine Abfrage spart dir viel Suchen an der falschen Stelle.
1. Die Seite ist noch zu neu
Eine frisch veröffentlichte Website ist nicht sofort auffindbar. Google muss sie erst finden, abrufen und einordnen, und das geschieht nicht auf Zuruf. Bei einer neuen Adresse ohne jede Bekanntheit dauert es länger als bei einer bestehenden Seite, die nur eine neue Unterseite bekommt.
Das ist der einzige Grund auf dieser Liste, bei dem Abwarten die richtige Antwort ist. Beschleunigen kannst du es, indem du die Seite in der Google Search Console anmeldest.
2. Die Seite sagt Google aktiv, dass sie nicht aufgenommen werden soll
Das klingt absurd, ist aber der mit Abstand häufigste technische Fund. Fast jede Website wird zuerst auf einer Testadresse gebaut, und damit die Testversion nicht in der Suche landet, wird sie auf nicht aufnehmen gestellt. Wenn beim Umzug auf die echte Adresse vergessen wird, das zurückzustellen, bleibt die fertige Seite unsichtbar.
So prüfst du es: Öffne deine Seite, klicke mit der rechten Maustaste und wähle Seitenquelltext anzeigen. Such mit der Tastenkombination für Suchen nach dem Wort noindex. Wird es gefunden, hast du deinen Grund.
3. Es gibt keine Sitemap, und die Seite ist nirgends angemeldet
Eine Sitemap ist ein Verzeichnis aller Unterseiten, das du Google übergibst. Ohne sie muss Google jede Seite selbst entdecken, und das dauert bei kleinen Websites ohne Verweise von außen sehr lange.
So prüfst du es: Ruf deine-adresse.de/sitemap.xml auf. Kommt eine Liste von Adressen, ist sie da. Kommt eine Fehlermeldung, fehlt sie.
Dazu gehört die Google Search Console. Sie ist kostenlos, und ohne sie arbeitest du im Blindflug: Du siehst weder, ob Google Probleme mit deiner Seite hat, noch wonach Menschen suchen, wenn sie bei dir landen.
4. Die Seite besteht aus Bildern statt aus Text
Manche Baukästen und ältere Seiten liefern Überschriften und ganze Absätze als Grafik aus. Für das Auge sieht das gleich aus, für eine Suchmaschine ist die Seite dann inhaltsleer.
So prüfst du es: Versuch, einen Absatz auf deiner Seite mit der Maus zu markieren. Wenn sich nichts markieren lässt, ist es ein Bild.
5. Du suchst nach deinem Firmennamen und schließt daraus zu viel
Wenn du deinen Firmennamen eingibst und dich findest, heißt das wenig. Nach deinem Namen sucht nur, wer dich schon kennt. Neue Kunden suchen nach der Leistung und dem Ort.
Such deshalb so, wie ein Fremder suchen würde, und sieh dir das ehrliche Ergebnis an.
6. Es gibt keine Seite zu dem, was gesucht wird
Das ist der wichtigste inhaltliche Grund und der, an dem die meisten Betriebe hängen.
Viele Websites haben eine einzige Leistungsseite, auf der alles aufgezählt ist. Google zeigt aber nicht Betriebe an, sondern Seiten, und zwar die Seite, die am besten zur konkreten Frage passt. Wenn deine Leistung nur ein Stichpunkt in einer Aufzählung ist, gibt es für die Suche danach nichts Passendes bei dir.
Die Lösung ist unspektakulär und wirkt fast immer: für jede wichtige Leistung eine eigene Seite mit eigenem Text, eigener Überschrift und eigenen Beispielen.
7. Der Begriff ist zu umkämpft für den Anfang
Bei sehr allgemeinen Begriffen stehen bundesweite Anbieter, Verzeichnisse und Portale vorn. Dagegen kommt eine neue Betriebswebsite zunächst nicht an.
Der Ausweg ist, spezifischer zu werden. Leistung plus Ort, Leistung plus Anlass, Leistung plus Zielgruppe. Diese Suchanfragen haben weniger Suchende, aber die Menschen dahinter wissen genauer, was sie wollen, und sie sind erreichbar.
8. Deine Seite gibt es doppelt
Wenn deine Website unter mehreren Adressen erreichbar ist, mit www und ohne, mit http und https, dann verteilt sich alles, was sie an Ansehen aufbaut, auf mehrere Varianten statt sich zu bündeln.
So prüfst du es: Ruf deine Adresse einmal mit www und einmal ohne auf. Springt die eine Variante automatisch auf die andere, ist es richtig eingerichtet. Bleiben beide stehen, nicht.
9. Du suchst im Kartenbereich, und dort zählt etwas anderes
Bei örtlichen Suchen zeigt Google oben oft einen Kartenausschnitt mit Betrieben. Wer dort erscheint, entscheidet sich nicht über die Website, sondern über das Google-Unternehmensprofil, über Bewertungen und über die Entfernung zum Suchenden.
Ein gepflegtes Profil ist für viele Betriebe der schnellste Hebel überhaupt.
Wie du bei der lokalen Suche und in Google Maps sichtbar wirst
In welcher Reihenfolge du vorgehst
Wichtig ist die Erwartung. Sichtbarkeit bei Google baut sich über Monate auf, nicht über Tage, und sie hält dann auch. Wer dir schnelle Platzierungen verspricht, verkauft dir entweder etwas anderes oder etwas Riskantes.
- Die site-Abfrage machen. Sie entscheidet, ob es ein technisches oder ein inhaltliches Problem ist
- Bei technischem Befund: noindex prüfen, Sitemap prüfen, Search Console einrichten
- Bei inhaltlichem Befund: prüfen, ob es für jede wichtige Leistung eine eigene Seite gibt
- Das Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen und um Bewertungen bitten
- Erst danach über weitere Maßnahmen nachdenken
Wenn du es nicht selbst machen willst
Die Punkte eins bis vier kann jeder prüfen, der eine Viertelstunde Zeit hat. Ab Punkt sechs wird es Arbeit, weil dann Seiten entstehen müssen, die es vorher nicht gab.
Genau das ist unsere Arbeit. Wir bauen Websites für Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe so auf, dass für jede Leistung eine eigene Seite existiert, und kümmern uns anschließend darum, dass diese Seiten gefunden werden.
Wissen, woran es bei dir konkret liegt
Wenn du erst einmal wissen willst, woran es bei dir hängt, schauen wir uns deine Seite an und sagen dir, was wir sehen. Das ist kostenlos und unverbindlich, und wir arbeiten dabei vollständig aus der Ferne.
Kostenlose Checkliste
Prüf deine Website in einer Viertelstunde selbst
Zwölf Punkte, an denen sich entscheidet, ob aus Besuchern Anfragen werden. Als PDF zum Abhaken, kostenlos und ohne Verpflichtung.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis eine neue Seite bei Google auftaucht?
Das schwankt stark und hängt davon ab, ob die Adresse neu ist und ob es Verweise von anderen Seiten gibt. Eine Anmeldung in der Search Console beschleunigt es spürbar.
Kann ich Google zwingen, meine Seite aufzunehmen?
Zwingen nicht, aber du kannst sie in der Search Console zur Prüfung anmelden. Das ist der offizielle Weg und der schnellste.
Bringt es etwas, den Firmennamen überall einzutragen?
Für die Auffindbarkeit über die Leistung kaum. Für das Kartenergebnis hilft es, wenn Name, Adresse und Telefonnummer überall identisch geschrieben sind.
Meine Seite war früher gut auffindbar und ist jetzt weg. Was tun?
Zuerst die site-Abfrage, dann die Search Console auf Meldungen prüfen. Ein plötzlicher Verlust hat oft eine technische Ursache, etwa einen Umzug, ein Zertifikat oder ein versehentliches noindex.
Mehr Anfragen für deinen Betrieb?
Wir schauen uns deinen Auftritt an und zeigen dir kostenlos, wo dein größtes Potenzial liegt, ganz unverbindlich.
Kostenlose Analyse anfordern