Grundlagen & Vergleiche · 10 Min. Lesezeit
Warum wird meine Website bei Google nicht gefunden?
Von Patrick Sauna · veröffentlicht am · aktualisiert am
Die Seite ist fertig, sie ist online, sie sieht gut aus. Sie tippen Ihre Leistung und Ihren Ort bei Google ein und finden alles Mögliche, nur sich selbst nicht.
Das ist einer der häufigsten Anrufe, die wir bekommen, und in den meisten Fällen steckt kein großes Rätsel dahinter, sondern einer von wenigen konkreten Gründen. Dieser Ratgeber geht sie der Reihe nach durch, jeweils mit einer Prüfung, die Sie selbst machen können.
Wie wird eine Webseite bei Google gefunden?
Damit eine Seite in der Trefferliste erscheint, muss sie drei Stufen schaffen. Erst muss Google sie entdecken: Der Googlebot folgt Links von Seiten, die er schon kennt, und liest Sitemaps. Dann muss Google sie aufnehmen: Die Seite wird abgerufen, gelesen und in den Index gespeichert, sofern nichts dagegen spricht. Erst danach kann sie angezeigt werden, und zwar dann, wenn sie zu einer Suchanfrage besser passt als andere Seiten.
Wird Ihre Website nicht gefunden, hakt es an einer dieser drei Stufen, und jede Stufe hat andere Ursachen. Deshalb bringt es wenig, an Texten zu feilen, solange Google die Seite noch gar nicht kennt, und umgekehrt hilft eine Sitemap nichts, wenn die Seite längst im Index steht und nur zu weit hinten erscheint.
- Entdecken: über Links aus bekannten Seiten und über die Sitemap
- Aufnehmen: Abruf, Prüfung und Speicherung im Index
- Anzeigen: Auswahl der passendsten Seiten für die jeweilige Suche
Zuerst die eine Prüfung, die alles andere entscheidet
Bevor Sie irgendetwas anderes tun, klären Sie, ob Google Ihre Seite überhaupt kennt. Tippen Sie dazu in die Suche site:ihre-adresse.de, also das Wort site, einen Doppelpunkt, dann Ihre Adresse, ohne Leerzeichen dazwischen.
Erscheinen Ergebnisse, kennt Google Ihre Seite. Ihr Problem ist dann nicht die Aufnahme, sondern die Platzierung, und Sie springen direkt zu den Gründen fünf bis neun. Erscheint nichts, hat Google Ihre Seite nicht im Verzeichnis, und es liegt an einem der Gründe eins bis vier. Das sind die technischen.
Diese eine Abfrage spart Ihnen viel Suchen an der falschen Stelle.
1. Die Seite ist noch zu neu
Eine frisch veröffentlichte Website ist nicht sofort auffindbar. Google muss sie erst finden, abrufen und einordnen, und das geschieht nicht auf Zuruf. Bei einer neuen Adresse ohne jede Bekanntheit dauert es länger als bei einer bestehenden Seite, die nur eine neue Unterseite bekommt.
Das ist der einzige Grund auf dieser Liste, bei dem Abwarten die richtige Antwort ist. Beschleunigen können Sie es, indem Sie die Seite in der Google Search Console anmelden.
2. Die Seite sagt Google aktiv, dass sie nicht aufgenommen werden soll
Das klingt absurd, ist aber der mit Abstand häufigste technische Fund. Fast jede Website wird zuerst auf einer Testadresse gebaut, und damit die Testversion nicht in der Suche landet, wird sie auf nicht aufnehmen gestellt. Wenn beim Umzug auf die echte Adresse vergessen wird, das zurückzustellen, bleibt die fertige Seite unsichtbar.
So prüfen Sie es: Öffnen Sie Ihre Seite, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie Seitenquelltext anzeigen. Suchen Sie mit der Tastenkombination für Suchen nach dem Wort noindex. Wird es gefunden, haben Sie Ihren Grund.
Ähnlich wirkt eine robots.txt, die Google den Zugriff verbietet. Rufen Sie ihre-adresse.de/robots.txt auf. Steht dort unter User-agent: * die Zeile Disallow: / allein, ist die ganze Seite für Suchmaschinen gesperrt. Bei Baukästen wie Wix oder Jimdo steckt dieselbe Sperre meist hinter einem Schalter in den Einstellungen, oft unter SEO oder Sichtbarkeit in Suchmaschinen.
3. Es gibt keine Sitemap, und die Seite ist nirgends angemeldet
Eine Sitemap ist ein Verzeichnis aller Unterseiten, das Sie Google übergeben. Ohne sie muss Google jede Seite selbst entdecken, und das dauert bei kleinen Websites ohne Verweise von außen sehr lange.
So prüfen Sie es: Rufen Sie ihre-adresse.de/sitemap.xml auf. Kommt eine Liste von Adressen, ist sie da. Kommt eine Fehlermeldung, fehlt sie.
Dazu gehört die Google Search Console. Sie ist kostenlos, und ohne die Search Console arbeiten Sie im Blindflug: Sie sehen weder, ob Google Probleme mit Ihrer Seite hat, noch wonach Menschen suchen, wenn sie bei Ihnen landen.
4. Die Seite besteht aus Bildern statt aus Text
Manche Baukästen und ältere Seiten liefern Überschriften und ganze Absätze als Grafik aus. Für das Auge sieht das gleich aus, für eine Suchmaschine ist die Seite dann inhaltsleer.
So prüfen Sie es: Versuchen Sie, einen Absatz auf Ihrer Seite mit der Maus zu markieren. Wenn sich nichts markieren lässt, ist es ein Bild.
5. Sie suchen nach Ihrem Firmennamen und schließen daraus zu viel
Wenn Sie Ihren Firmennamen eingeben und sich finden, heißt das wenig. Nach Ihrem Namen sucht nur, wer Sie schon kennt. Neue Kunden suchen nach der Leistung und dem Ort.
Suchen Sie deshalb so, wie ein Fremder suchen würde, und sehen Sie sich das ehrliche Ergebnis an.
6. Es gibt keine Seite zu dem, was gesucht wird
Das ist der wichtigste inhaltliche Grund und der, an dem die meisten Betriebe hängen.
Viele Websites haben eine einzige Leistungsseite, auf der alles aufgezählt ist. Google zeigt aber nicht Betriebe an, sondern Seiten, und zwar die Seite, die am besten zur konkreten Frage passt. Wenn Ihre Leistung nur ein Stichpunkt in einer Aufzählung ist, gibt es für die Suche danach nichts Passendes bei Ihnen.
Die Lösung ist unspektakulär und wirkt fast immer: für jede wichtige Leistung eine eigene Seite mit eigenem Text, eigener Überschrift und eigenen Beispielen.
7. Der Begriff ist zu umkämpft für den Anfang
Bei sehr allgemeinen Begriffen stehen bundesweite Anbieter, Verzeichnisse und Portale vorn. Dagegen kommt eine neue Betriebswebsite zunächst nicht an.
Der Ausweg ist, spezifischer zu werden. Leistung plus Ort, Leistung plus Anlass, Leistung plus Zielgruppe. Diese Suchanfragen haben weniger Suchende, aber die Menschen dahinter wissen genauer, was sie wollen, und sie sind erreichbar.
8. Ihre Seite gibt es doppelt
Wenn Ihre Website unter mehreren Adressen erreichbar ist, mit www und ohne, mit http und https, dann verteilt sich alles, was sie an Ansehen aufbaut, auf mehrere Varianten statt sich zu bündeln.
So prüfen Sie es: Rufen Sie Ihre Adresse einmal mit www und einmal ohne auf. Springt die eine Variante automatisch auf die andere, ist es richtig eingerichtet. Bleiben beide stehen, nicht.
9. Sie suchen im Kartenbereich, und dort zählt etwas anderes
Bei örtlichen Suchen zeigt Google oben oft einen Kartenausschnitt mit Betrieben. Wer dort erscheint, entscheidet sich nicht über die Website, sondern über das Google-Unternehmensprofil, über Bewertungen und über die Entfernung zum Suchenden.
Ein gepflegtes Profil ist für viele Betriebe der schnellste Hebel überhaupt.
Wie Sie bei der lokalen Suche und in Google Maps sichtbar werden
In welcher Reihenfolge Sie vorgehen
Wichtig ist die Erwartung. Sichtbarkeit bei Google baut sich über Monate auf, nicht über Tage, und sie hält dann auch. Wer Ihnen schnelle Platzierungen verspricht, verkauft Ihnen entweder etwas anderes oder etwas Riskantes.
- Die site-Abfrage machen. Sie entscheidet, ob es ein technisches oder ein inhaltliches Problem ist
- Bei technischem Befund: noindex prüfen, Sitemap prüfen, Search Console einrichten
- Bei inhaltlichem Befund: prüfen, ob es für jede wichtige Leistung eine eigene Seite gibt
- Das Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen und um Bewertungen bitten
- Erst danach über weitere Maßnahmen nachdenken
Schritt für Schritt in der Google Search Console
Die Search Console ist das Werkzeug, mit dem Sie nicht raten müssen. Sie ist kostenlos, und so gehen Sie vor:
- Die Website als Property anlegen und die Inhaberschaft bestätigen
- Unter Sitemaps die Adresse Ihrer Sitemap einreichen
- Oben in die Suchleiste die Adresse einer wichtigen Unterseite eingeben, das ist die URL-Prüfung
- Meldet die Prüfung, dass die URL nicht bei Google ist, auf Indexierung beantragen klicken
- Nach einigen Tagen unter Indexierung und Seiten nachsehen, welche Seiten aufgenommen sind und welche nicht, jeweils mit Grund
Was die Meldungen in der Search Console bedeuten
Die Gründe im Bericht klingen technisch, sagen aber Klares. Gefunden, zurzeit nicht indexiert heißt: Google kennt die Adresse, hat die Seite aber noch nicht abgerufen. Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert heißt: Google hat die Seite gelesen und vorerst nicht aufgenommen, meist weil sie zu wenig Eigenes bietet oder einer anderen Seite zu ähnlich ist. Durch noindex-Tag ausgeschlossen heißt: Die Seite verbietet die Aufnahme selbst, siehe Grund zwei.
Ein Beispiel aus unserer eigenen Arbeit: Als wir neue Unterseiten nur über eine einzige Übersichtsseite verlinkt hatten, meldete die URL-Prüfung, die Adresse sei Google nicht bekannt, obwohl der Link sauber im Quelltext stand. Erst als jede neue Seite zusätzlich aus mehreren bestehenden Seiten verlinkt war, wurde sie zuverlässig gefunden. Eine neue Seite braucht deshalb Links aus Seiten, die Google schon kennt, nicht nur einen Eintrag in der Sitemap.
Wenn die Seite im Index steht, aber trotzdem nicht angezeigt wird
Es gibt zwei ganz verschiedene Fälle, die sich für den Betrieb gleich anfühlen. Im ersten kennt Google die Seite überhaupt nicht, sie steht nicht im Index. Im zweiten steht sie im Index, wird aber bei den Suchbegriffen, die zählen, so weit hinten angezeigt, dass sie niemand sieht.
Unterscheiden lässt sich das in einer Minute. Geben Sie site: gefolgt von Ihrer Adresse in die Suche ein. Kommt kein einziges Ergebnis, ist die Seite nicht im Index, und die Punkte zwei und drei weiter oben sind Ihre Baustelle. Kommen Ergebnisse, ist die Aufnahme in Ordnung, und es geht ab Punkt sechs um Inhalte, die zu den Suchbegriffen Ihrer Kunden passen.
Der dritte Fall ist neu: Ihre Seite erscheint in der normalen Trefferliste, aber nicht in der KI-Antwort, die Google oben einblendet. Das ist kein Fehler Ihrer Seite und kein Grund, etwas umzubauen. Die Auswahl dort folgt eigenen Regeln, und sie ändert sich laufend.
Was sich mit der KI-Suche für Betriebe ändert
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Wenn Sie es nicht selbst machen wollen
Die Punkte eins bis vier kann jeder prüfen, der eine Viertelstunde Zeit hat. Ab Punkt sechs wird es Arbeit, weil dann Seiten entstehen müssen, die es vorher nicht gab.
Genau das ist unsere Arbeit. Wir bauen Websites für Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe so auf, dass für jede Leistung eine eigene Seite existiert, und kümmern uns anschließend darum, dass diese Seiten gefunden werden.
Was zu unserer Suchmaschinenoptimierung gehört
Die Website wird gefunden, bringt aber keine Anfragen? Woran das liegt
Wissen, woran es bei Ihnen konkret liegt
Wenn Sie erst einmal wissen wollen, woran es bei Ihnen hängt, schauen wir uns Ihre Seite an und sagen Ihnen, was wir sehen. Das ist kostenlos und unverbindlich, und wir arbeiten dabei vollständig aus der Ferne.
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Prüfen Sie Ihre Website in einer Viertelstunde selbst
Zwölf Punkte, an denen sich entscheidet, ob aus Besuchern Anfragen werden. Als PDF zum Abhaken, kostenlos und ohne Verpflichtung.
Häufige Fragen
Wie wird eine Webseite bei Google gefunden?
In drei Stufen: Google entdeckt die Seite über Links und die Sitemap, nimmt sie nach dem Abruf in den Index auf und zeigt sie bei passenden Suchanfragen an. Wird Ihre Seite nicht gefunden, hakt es an einer dieser drei Stufen.
Warum findet Google meine Homepage nicht, obwohl sie online ist?
Meist, weil Google sie noch nicht kennt, weil sie die Aufnahme per noindex oder robots.txt selbst verbietet oder weil sie zwar im Index steht, für Ihre Suchbegriffe aber zu weit hinten erscheint. Die site-Abfrage und die URL-Prüfung in der Search Console zeigen in wenigen Minuten, welcher Fall vorliegt.
Meine Homepage wird bei Google nicht angezeigt. Was prüfe ich zuerst?
Suchen Sie nach site: gefolgt von Ihrer Adresse, ohne Leerzeichen dazwischen. Erscheint kein Ergebnis, kennt Google die Seite nicht: dann fehlen meist Sitemap und Anmeldung in der Search Console, oder die Seite steht auf noindex. Erscheinen Ergebnisse, ist die Seite aufgenommen und wird nur für Ihre Suchbegriffe zu weit hinten angezeigt.
Warum wird meine Website nicht in der KI-Antwort von Google angezeigt?
Die KI-Antwort stellt Google aus Quellen zusammen, die es für passend hält, und diese Auswahl wechselt häufig. Sie lässt sich nicht erzwingen. Wer dort auftaucht, ist in aller Regel auch in der normalen Trefferliste vorn, deshalb bleibt die Reihenfolge dieselbe: erst gefunden werden, dann gut ranken.
Wie lange dauert es, bis eine neue Seite bei Google auftaucht?
Das schwankt stark und hängt davon ab, ob die Adresse neu ist und ob es Verweise von anderen Seiten gibt. Eine Anmeldung in der Search Console beschleunigt es spürbar.
Kann ich Google zwingen, meine Seite aufzunehmen?
Zwingen nicht, aber Sie können die Seite in der Search Console zur Prüfung anmelden. Das ist der offizielle Weg und der schnellste.
Bringt es etwas, den Firmennamen überall einzutragen?
Für die Auffindbarkeit über die Leistung kaum. Für das Kartenergebnis hilft es, wenn Name, Adresse und Telefonnummer überall identisch geschrieben sind.
Meine Seite war früher gut auffindbar und ist jetzt weg. Was tun?
Zuerst die site-Abfrage, dann die Search Console auf Meldungen prüfen. Ein plötzlicher Verlust hat oft eine technische Ursache, etwa einen Umzug, ein Zertifikat oder ein versehentliches noindex.
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