Grundlagen & Vergleiche · 6 Min. Lesezeit

Was SEO kostet und ab wann es sich rechnet

Von Patrick Sauna · veröffentlicht am

Was kostet SEO? Die ehrliche Antwort ist unbequem: Es gibt keinen Listenpreis. Wer dir eine Zahl nennt, ohne deine Website und deinen Wettbewerb angesehen zu haben, rät.

Das heißt aber nicht, dass du im Dunkeln stehst. Du kannst genau verstehen, wovon der Preis abhängt, du kannst ein unseriöses Angebot erkennen, und du kannst selbst ausrechnen, ab wann sich die Sache für deinen Betrieb trägt. Darum geht es hier.

Warum es keinen Listenpreis gibt

Suchmaschinenoptimierung ist keine Ware mit festem Umfang, sondern Arbeit an einem konkreten Zustand. Bei dem einen Betrieb steht eine technisch saubere Website, das Google-Unternehmensprofil ist gepflegt und es fehlen nur Inhalte zu einzelnen Leistungen. Bei dem anderen lädt die Seite langsam, bricht auf dem Handy und die Firmendaten stehen in jedem Verzeichnis anders.

Zwei Betriebe im selben Gewerk können deshalb völlig unterschiedliche Rechnungen bekommen, ohne dass einer von beiden übervorteilt wird. Der Preis bildet ab, wie viel Arbeit zwischen dem heutigen Zustand und dem Ziel liegt.

Wovon der Preis tatsächlich abhängt

Wenn du Angebote vergleichst, hilft es zu wissen, welche Stellschrauben den Aufwand bewegen. Es sind im Kern sechs.

  • Der Zustand deiner Website: eine schnelle, saubere Seite braucht weniger Vorarbeit als eine, die erst repariert werden muss
  • Wie viele Leistungen sichtbar werden sollen: eine einzelne Leistung ist weniger Arbeit als ein ganzer Leistungskatalog
  • Wie viele Orte du erreichen willst
  • Wie dicht dein Gewerk in deinem Markt besetzt ist
  • Ob Texte und Bilder vorhanden sind oder erst entstehen müssen
  • Ob einmal aufgeräumt werden soll oder ob es eine laufende Betreuung wird

Einmalige Arbeit und laufende Betreuung sind zwei Paar Schuhe

Die Grundoptimierung ist ein Projekt mit Anfang und Ende: Technik in Ordnung bringen, Struktur klären, je Leistung eine eigene Seite, Google-Unternehmensprofil sauber aufsetzen, Firmendaten überall angleichen. Das ist irgendwann fertig.

Die laufende Betreuung ist etwas anderes. Sie ist Pflege, weil deine Wettbewerber weiterarbeiten und Google seine Bewertung laufend ändert. Wer beides in einen Topf wirft, vergleicht Angebote, die nicht vergleichbar sind. Frag deshalb bei jedem Angebot: Was ist einmalig, was kommt monatlich wieder, was genau ist enthalten, und was passiert, wenn ich die Betreuung beende?

Woran du ein unseriöses Angebot erkennst

Beim Preis zeigt sich Unseriosität meist früher als bei der Arbeit selbst. Diese Muster sollten dich stutzig machen.

  • Eine Pauschale wird genannt, bevor jemand deine Seite und deinen Wettbewerb angesehen hat
  • Das Angebot nennt nur einen Monatsbetrag, aber keinen Umfang
  • Eine lange Mindestlaufzeit, aus der du nicht herauskommst
  • Bestimmte Platzierungen werden garantiert, was laut Google niemand kann
  • Links werden als Paket verkauft, obwohl Google den Kauf von Links zu den Spam-Praktiken zählt
  • Der Bericht misst Aufwand statt Wirkung: Zahl der bearbeiteten Suchbegriffe, Menge gesetzter Links, hauseigene Sichtbarkeitsindizes

Der Platz selbst ist nicht käuflich

Ein Missverständnis hält sich hartnäckig: dass man sich bei Google in die unbezahlten Ergebnisse einkaufen könne. Google schreibt selbst, dass das Erscheinen in den organischen Suchergebnissen nichts kostet. Was du bezahlst, ist also die Arbeit an deiner Website und an deinem Profil, nicht der Platz in der Liste.

Das ist der wichtigste Unterschied zu Anzeigen. Bei Google Ads kaufst du Klicks, und die Sichtbarkeit endet in dem Moment, in dem das Budget aus ist. Bei der Suchmaschinenoptimierung bleibt die Arbeit an deiner Seite, auch wenn du die Betreuung pausierst. Deine Positionen brechen dann nicht sofort weg, verlieren aber mit der Zeit an Boden, weil andere weitermachen.

Ab wann es sich rechnet: die Rechnung, die nur du machen kannst

Keine Agentur kann dir sagen, ab wann sich SEO für dich lohnt, weil dafür drei Größen nötig sind, die du besser kennst als jeder Dienstleister: was ein durchschnittlicher Auftrag bei dir einbringt, wie viele Anfragen du brauchst, bis daraus ein Auftrag wird, und wie lange ein gewonnener Kunde bei dir bleibt.

Aus diesen drei Zahlen ergibt sich, was dir eine zusätzliche Anfrage im Monat wert ist. Genau dagegen rechnest du die Kosten, nicht gegen ein Bauchgefühl. Für einen Metallbauer mit hohen Auftragswerten kann sich der Aufwand schon bei wenigen zusätzlichen Anfragen tragen. Ein Betrieb mit vielen kleinen Aufträgen braucht entsprechend mehr, dafür kommen die Anfragen dort meist häufiger.

Ein Punkt, der in dieser Rechnung gern vergessen wird: Anfragen über die eigene Website kosten keine Vermittlungsgebühr. Wer heute den Großteil seiner Aufträge über Portale bekommt, sollte deren Provision mit in die Gegenrechnung nehmen.

So gehen wir Suchmaschinenoptimierung für kleine Betriebe an

Warum der Ort im Preis auftaucht, der Sitz der Agentur aber nicht

Wer nach Suchmaschinenoptimierung für Hanau, Offenbach oder eine andere Stadt sucht, meint fast nie den Sitz des Dienstleisters, sondern die eigene Sichtbarkeit vor Ort. Und die kostet je nach Ort unterschiedlich viel Arbeit.

In einem Ort, in dem nur eine Handvoll Betriebe deines Gewerks um dieselbe Suche konkurrieren, reicht oft eine saubere Grundlage. In einer Großstadt, in der viele Anbieter um dieselbe Suche konkurrieren, ist deutlich mehr nötig, bis du oben ankommst. Was den Preis bewegt, ist also der Wettbewerb in deinem Markt, nicht die Entfernung zwischen dir und dem, der die Arbeit macht.

Was passiert, bevor du etwas bezahlst

Bei uns steht am Anfang ein Blick auf deine aktuelle Sichtbarkeit und ein Entwurf. Beides kostet dich nichts und verpflichtet dich zu nichts. Erst danach steht ein fester Preis im Raum, mit klar benanntem Umfang, damit du weißt, wofür du bezahlst.

Eine Pauschale ohne Blick auf deinen Wettbewerb nennen wir bewusst nicht. Nicht aus Geheimniskrämerei, sondern weil eine solche Zahl entweder deutlich zu hoch wäre, um jeden Fall abzudecken, oder zu niedrig, um die Arbeit wirklich zu machen.

Häufige Fragen

Was kostet Suchmaschinenoptimierung für einen kleinen Betrieb?

Es gibt keinen Listenpreis, weil der Aufwand vom Zustand deiner Website, von der Zahl der Leistungen und Orte und vom Wettbewerb in deinem Markt abhängt. Seriös wird ein Preis erst genannt, wenn jemand beides angesehen hat. Bei uns gibt es vorab einen Blick auf deine Sichtbarkeit und einen Entwurf ohne Kosten, danach einen festen Preis mit benanntem Umfang.

Ist SEO teurer als Google Ads?

Die Kostenstruktur ist eine andere. Bei Anzeigen zahlst du für jeden Klick, und die Sichtbarkeit endet mit dem Budget. Bei SEO bezahlst du Arbeit, die an deiner Website bleibt. Google weist selbst darauf hin, dass das Erscheinen in den unbezahlten Ergebnissen nichts kostet, bezahlt wird also die Arbeit, nicht der Platz.

Ab wann rechnet sich SEO?

Sobald der Wert der zusätzlich gewonnenen Aufträge über den Kosten liegt. Diese Rechnung kannst nur du aufmachen, weil du weißt, was ein Auftrag bei dir einbringt und wie viele Anfragen du dafür brauchst. Bei hohen Auftragswerten genügen wenige zusätzliche Anfragen, bei kleinen Beträgen braucht es entsprechend mehr.

Was bringt eine SEO-Beratung, bevor ich Geld ausgebe?

Sie klärt, woran es bei dir tatsächlich liegt. Ob Technik, Inhalte oder das Google-Unternehmensprofil der Engpass sind, sieht man erst nach einem Blick auf die Zahlen. Ohne diese Klärung wird oft das optimiert, was ohnehin schon funktioniert, und das ist der teuerste Weg.

Kann ich einen Teil selbst machen und dadurch sparen?

Ja. Das Google-Unternehmensprofil pflegen, Fotos aktuell halten, Bewertungen sammeln und auf sie antworten kostet vor allem deine Zeit. Auch der Zugang zur Google Search Console ist kostenlos, dort siehst du selbst, für welche Suchanfragen du erscheinst. Aufwendiger wird es bei Technik, Struktur und eigenen Seiten je Leistung.

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